Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Diabetes und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind eng miteinander verbunden. Menschen mit Diabetes entwickeln 2-4 x häufiger eine Herz-Kreislauf-Erkrankung als Menschen ohne Diabetes. Annähernd zwei Drittel der Menschen mit Diabetes versterben auch an Komplikationen wie diesen.

Was sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen und was bedeuten diese?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Herz-Probleme

Herz-Kreislauf-Erkrankungen umfassen viele verschiedene Probleme, die das Herz und die Blutgefäße betreffen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Herzinfarkt, Herzschwäche oder koronare Herzkrankheit

Zum Beispiel der Herzinfarkt, die Herzschwäche oder die sogenannte koronare Herzkrankheit, bei der jene Blutgefäße betroffen sind, die den Herzmuskel mit Blut versorgen.

Herz-Kreislauf-Erkrankung: Gehirn

Zudem umfasst dieser Begriff auch Erkrankungen anderer Gefäße im Körper die beispielsweise zu einem Schlaganfall im Gehirn oder zu einer verminderten Durchblutung der Beine führen können.

Deswegen müssen Menschen mit Typ 2 Diabetes insbesondere auch an ihr Herz denken.

Lesen Sie weiter, um zu sehen, was Sie tun können!

CARE 4 YOUR HEART

Portrait: Prim. Dr. Claudia Francesconi

PRIM. DR. CLAUDIA FRANCESCONI

Univ-Prof. Dr. Raimund Weitgasser

UNIV.-PROF. DR.
RAIMUND WEITGASSER

Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher

UNIV.-PROF. DR.
THOMAS C. WASCHER

Unif.-Prof. Dr. Heinz Drexel

UNIV.-PROF. DR.
HEINZ DREXEL

Hinter der Kampagne DIABETESHERZ.at steht der Verein CARE 4 YOUR HEART. Dieser gemeinnützige Verein wurde von vier ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet Endokrinologie / Stoffwechsel / Kardiologie gegründet. Er verfolgt das Ziel, die österreichische Bevölkerung über das enorme Risiko von folgenschweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetes aufzuklären und zu informieren.

Weltweit ist die Zahl der Menschen mit Diabetes am Steigen. Diabetes ist mit einer sehr großen Krankheitslast für die betroffenen Menschen verbunden und entwickelt sich zudem zu einer großen Belastung öffentlicher Gesundheitssysteme.

Die Kampagne DIABETESHERZ.at wurde konzipiert, um durch Bewusstseinsbildung Risiken unter ärztlicher Begleitung früh zu erkennen, zu minimieren und so einen effektiven Beitrag zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit zu leisten. Machen Sie mit!

Was ist Typ 2 Diabetes

Wenn Sie an Diabetes denken, fallen Ihnen bestimmt schon viele Fakten über diese chronische Erkrankung ein. Sie wissen, dass…

… die Krankheit durch zu viel Zucker im Blut gekennzeichnet ist.

… ein von der Bauchspeicheldrüse produziertes Hormon der Schlüssel ist, um Zucker aus dem Blut zu transportieren und den Körperzellen als Energielieferant zur Verfügung zu stellen.

Typ 2 Diabetes Icon: Hormon und Bauchspeicheldrüse

… bei Menschen mit Typ 2 Diabetes zu wenig von diesem Hormon produziert wird oder der Körper dieses nicht richtig verwerten kann – oft auch aufgrund von zu hohem Körpergewicht. Das lässt die Blutzuckerwerte ansteigen.

Ein hoher Blutzuckerspiegel hat negative Auswirkungen auf Augen, Nieren, Nerven, alle Blutgefäße …

… und auch auf Ihr Herz – eines der wichtigsten Gefäßsysteme im Körper.

Deswegen müssen Menschen mit Typ 2 Diabetes immer an ihr Herz denken!

Welche sind die häufigsten Diabetessymptome?

  1. Eine signifikante Erhöhung der Trink- und Harnmenge sowie häufiger Harndrang, vor allem nachts. Letzterer könnte auch Blasenprobleme zur Ursache haben – in Kombination mit starkem Durst ist er jedoch unbedingt als Warnzeichen zu betrachten.
  2. Unscharfes Sehen: Mit erhöhten Blutzuckerwerten steigt auch der Zuckergehalt in der Linse und im Glaskörper. Es wird mehr Flüssigkeit eingelagert, wodurch sich auch die Lichtbrechungsverhältnisse im Auge ändern.
  3. Vermehrte Hautinfektionen sowie gestörte Wundheilung
  4. Leistungsschwäche
  5. Geringere psychische Belastbarkeit
  6. Müdigkeit

Langzeit-Blutzuckermessung über den HbA1c-Wert

Der HbA1c-Wert gibt an, in welchem Ausmaß Zuckerteilchen an das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen gebunden sind. Bei hohem Blutzuckerspiegel binden mehr Zuckerteilchen an das Hämoglobin, sinkt der Spiegel, so lösen sich die Teilchen wieder. Da Diabetes-Patienten längerfristig einen erhöhten Blutzuckerspiegel haben, ist die Bindung fest und bleibt solange bestehen, bis die roten Blutkörperchen abgebaut werden.

Somit gibt der HbA1c-Wert Auskunft darüber, wie hoch die Zuckerkonzentration innerhalb der letzten Wochen durchschnittlich war – und ist damit auch zur Verlaufskontrolle einer Diabetes-Therapie geeignet.

Wie entsteht eine kardiovaskuläre Erkrankung?

Kardiovaskuläre Erkrankungen (auch Krankheiten des Kreislaufsystems genannt) umfassen Krankheitsbilder mit Beteiligung des Herzens und weiterer Gefäße – wie z.B. Angina Pectoris, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz oder Schlaganfall.

Die häufigste Ursache für die Entstehung einer kardiovaskulären Erkrankung ist eine Arteriosklerose der Gefäße mit Verengung einer oder mehrerer Arterien, die das Herz, Gehirn bzw. andere Gewebe versorgen. Eine Arteriosklerose entsteht meist durch Ablagerungen in den Gefäßwänden.

Wie erkenne ich diese?

Die konkreten Symptome hängen stets von der Art der Herz-Kreislauf-Erkrankung ab. Zu den generellen Anzeichen zählen: Brustschmerzen, Enge-Gefühl in der Brust, Herzrhythmusstörungen, Atemnot bei körperlicher Belastung, verstärktes Schwitzen, Müdigkeit.

Wie erkenne ich eine Herzinsuffizienz?

Kurzatmigkeit ist oft das erste Anzeichen einer Herzschwäche. Schon beim Tragen von schweren Einkäufen oder beim schnellen Gehen kommen Betroffene außer Atem. Ein weiteres Symptom: Wassereinlagerungen – vor allem in den Füßen und Beinen, die geschwollen wirken, sodass Schuhe plötzlich zu eng sind. Schließlich fehlt Betroffenen auch der innere Antrieb – Müdigkeit und Schwäche machen sich bemerkbar.

Diabetes in Österreich: Immer mehr sind betroffen

Während die Zahl der Typ 1 Diabetiker weltweit jährlich um rund drei Prozent steigt, hat der westliche Lebensstil eine Welle an Typ 2 Diabetes-Erkrankungen losgetreten – der weltweite Anstieg beträgt sechs Prozent pro Jahr.

In Österreich leiden rund 650.000 Menschen an Typ 2 Diabetes, das entspricht ca. acht Prozent der Bevölkerung – Tendenz stark steigend.

So hilft ein gesunder Lebensstil bei Diabetes

Experten sind sich einig, dass man Diabetes trotz medizinischer Fortschritte vor allem durch einen geänderten Lebensstil vorbeugen kann:

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt über sportliche Aktivitäten, die für Sie geeignet sind.

Ernähren Sie sich gesund, vermeiden Sie Zucker und gesättigte Fettsäuren.

Vermeiden Sie es zu rauchen, denn dadurch steigt sowohl das Diabetes- als auch das Herz-Kreislauf-Risiko.

Versuchen Sie, ein gesundes Körpergewicht zu erreichen und zu halten.

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